Die RINDERZUCHT AUSTRIA hat ihren Jahresbericht 2025 veröffentlicht und präsentiert darin die wichtigsten Entwicklungen, Kennzahlen und Zukunftsprojekte der Rinderwirtschaft.
„Die Rinderzucht steht für Qualität, Innovationskraft und Nachhaltigkeit. Züchterinnen und Züchter leisten einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln und zur Erhaltung der Kulturlandschaft. Forschung, Digitalisierung und moderne Zuchtprogramme ermöglichen es, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe weiter zu stärken und gleichzeitig den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden“, so Obmann Thomas Schweigl dazu.
Rinderwirtschaft ist bedeutender Wirtschaftsfaktor
Die Rinderwirtschaft zählt zu den wichtigsten Bereichen der Landwirtschaft. Der Produktionswert der Rinderproduktion erreichte 2025 rund 1,2 Milliarden Euro, die Milchproduktion einen Wert von 2,2 Milliarden Euro. Gemeinsam stehen diese beiden Sparten für knapp ein Drittel der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfung Österreichs. Mit einem Bioanteil von 18 Prozent bleibt Österreich europäischer Spitzenreiter in der Biomilchproduktion.
Forschung und Nachhaltigkeit als Schwerpunkte
Ein zentrales Kapitel des Jahresberichts widmet sich den Forschungs- und Innovationsprojekten. Mit Projekten wie breed4green, ENSURE, EMBRACE, NEU.rind und CEADS wurden und werden neue Wege für eine nachhaltige, ressourceneffiziente und klimafitte Rinderhaltung entwickelt. Im Fokus stehen die Reduktion von Methanemissionen, die Verbesserung der Tiergesundheit sowie die Entwicklung neuer datenbasierter Werkzeuge für die Praxis.
Besondere Bedeutung kommt dabei der Digitalisierung zu. Die Rinderzucht nutzt mit dem Rinderdatenverbund (RDV) die größte Rinderdatenbank Europas.
Erfolg durch Zuchtfortschritt und Qualität
Die Milchleistungsprüfung umfasst mittlerweile rund 438.000 Kontrollkühe, das entspricht 82 Prozent aller österreichischen Milchkühe. Die durchschnittliche Jahresleistung stieg auf 8.188 Kilogramm Milch pro Kuh. Gleichzeitig konnten 1.123 neue Hunderttausendliter-Kühe ausgezeichnet werden.
Export sichert Wertschöpfung
Der internationale Absatz österreichischer Zuchtrinder bleibt ein wichtiger Erfolgsfaktor. Von rund 30.500 vermarkteten Tieren wurden 21.843 exportiert. Dadurch entstand für die Betriebe eine zusätzliche Wertschöpfung von rund 47 Millionen Euro. Die Nachbarländer Österreichs sind nach wie vor mit 44 % bzw. 10.000 exportierten Tieren der wichtigste Exportmarkt für Zuchtrinder mit den Hauptmärkten Italien, Deutschland und der Schweiz.
Mit dem neuen Projekt BreedLink möchte die RINDERZUCHT AUSTRIA die internationale Marktposition österreichischer Genetik weiter ausbauen und die Qualitätsmarke „Der österreichische Weg“ weltweit stärken.
Jahresberichte Download: https://www.rinderzucht.at/downloads/jahresberichte.html
Fotos: RINDERZUCHT AUSTRIA, Österreichische Rinderbörse




