Die diesjährige Studienreise der Jungen Landwirtschaft führte in die Normandie. Dabei zeigte sich: Die Region ist mehr als D-Day, Camembert und Regen, wie VAÖ-Kollege Michael Oberbichler von der Agentur Kapp Hebein Partner und Teilnehmer der Reise berichtet. Im Mittelpunkt standen die Landwirtschaft und jene Produkte, die untrennbar mit der Region verbunden sind.

Beim Besuch eines Flachsbetriebs wurde sichtbar, wie aus einer unscheinbaren Kulturpflanze ein international gefragter Rohstoff für Leinen wird. Noch stärker prägt aber die Milchwirtschaft die Normandie: Auf den zahlreichen Milchviehbetrieben sind Herkunft, Fütterung und Produktion bei den geschützten AOP-Produkten eng miteinander verbunden. Wie aus dieser Milch die berühmte normannische „Laktose-Dreifaltigkeit“ aus Butter, Sahne und Käse entsteht, zeigte sich bei weiteren Betriebsbesuchen bei der traditionsreichen Fromagerie E. Graindorge und Caramels d’Isigny. Und weil in der Normandie auch getrunken wird, führte die Reise zudem tief in die Welt von Cidre, Pommeau und Calvados. Neben Landwirtschaft und Kulinarik beeindruckten der Mont-Saint-Michel sowie Landungsstrand, Friedhöfe und Museen des D-Day.

In Paris endeten fünf intensive Tage zwischen Bauernhöfen und Brennblasen, Käsekellern und Karamellkesseln, Klöstern und Landungsstränden.
„Mich hat es wieder gefreut, dass die Studienreise der JLW so gut angenommen wird. Jungbäuerinnen und Jungbauern aus ganz Österreich fahren mit und können sich so untereinander austauschen und gleichzeitig von den besuchten Ländern lernen“, betont JLW-Geschäftsführerin Anita Sturm-Leithner.

Besonders wertvoll war der Austausch mit Jungbäuerinnen und Jungbauern vor Ort. Gespräche über die landwirtschaftliche Praxis, betriebliche Herausforderungen und die Perspektiven der jungen Generation machten deutlich, dass viele Themen über Ländergrenzen hinweg verbinden.

Auch CEJA-Delegierter der JLW Matthias Zehner hebt die Bedeutung dieses Austauschs hervor: „Besonders der fachliche Dialog mit anderen Junglandwirten ist wertvoll. Man sieht, dass die Herausforderungen sehr ähnlich sind und dass wir gemeinsam an Lösungen arbeiten können.
Link (Fotos und Reisebericht): https://drive.google.com/file/d/1ck9Ez0oI0Cv41FNN03RnxfsAuJ0VfF0Q/view?usp=sharing
Fotos: JLW