Seit 1. August 2026 leitet Roland Achatz die neu eingerichtete Abteilung „Kommunikation“ der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Der langjährige VAÖ-Kollege ist der Agentur seit 2009 verbunden, zuletzt als stellvertretender Leiter für Risiko- und Unternehmenskommunikation, und war zuvor Pressesprecher der Bundesämter BAES, BASG und BAVG sowie im Bundeskanzleramt.

Journalistische Wurzeln hat Achatz beim ORF Fernsehen und im Privatradio. International vertritt er Österreich in den europäischen Kommunikationsnetzwerken der Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA, der Arzneimittelagentur EMA und der Seuchenkontrollbehörde ECDC.

„Kommunikation entscheidet nicht darüber, ob Fakten stimmen, sondern ob sie ankommen”, so Achatz zu seiner neuen Aufgabe. „Gerade in der Wissenschafts- und Risikokommunikation gilt: Wer verstanden werden will, muss zuhören, bevor er spricht. Und Vertrauen wächst nicht durch Botschaften, sondern durch Verlässlichkeit über Zeit.“ Das gelte für Behörden genauso wie für Journalistinnen und Journalisten. „Genau darin sehe ich die gemeinsame Verantwortung mit meinem Team kreativer Medien- und Kommunikationsexpertinnen und -experten.”

AGES als neutrale Plattform
Die „AGES als neutrale Plattform“ organisiert Vertrauen gerade dann, wenn Fakten komplex und Entscheidungen schwierig werden, sagt Achatz mit Verweis unter anderem auf den Stakeholder-„Dialog Zukunft Pflanzenbau“.

Für ihn ist „gute Kommunikation“ kein administrativer Prozess, sondern kontinuierliches strategisches Risiko(kommunikations)management. „Hinter jedem Prüfbericht und jeder Produktwarnung steht ein Mensch mit seinem persönlichen Schicksal. Wir kommunizieren nicht als ‚unnahbare Behörde‘, sondern mit verständlichem Storytelling hinter den Zahlen, getragen von wissenschaftlicher Evidenz und menschlicher Empathie.”
Sein Leitsatz und Motto angelehnt an Terry Pratchett: „Change the story, change the world.”
Fotos: AGES