Prof. Mag. Josef A. Standl hat sein Leben dem Journalismus verschrieben. Am Mittwoch, dem 30. Juli feierte der langjährige Chefredakteur des „Salzburger Bauer“ seinen 80. Geburtstag. Bis heute ist er als Autor für verschiedene Medien in der Region tätig.

„Sein“ „Salzburger Bauer“ widmete ihm aus diesem Anlass eine ausführliche Würdigung, die wir dankenswerterweise hier übernehmen dürfen.
Der gebürtige Oberndorfer Standl startete seine berufliche Karriere 1963 als Schriftsetzer – damals noch auf Linotype-Setzmaschinen im Bleisatz. Als Metteur und Druckereileiter trug er die technologische Revolution mit dem Fotosatz und später dem digitalen Schriftsatz wesentlich mit. Schon zu dieser Zeit lag ihm das „Schreiben“ im Blut, nebenberuflich gab er die Gratiszeitung „Der Schöffmann“ heraus.
Das journalistische Handwerk perfektionieren konnte er ab 1971 als Redakteur bei der „Braunauer Rundschau“. Ab 1980 war er als Redakteur und späterer Chefredakteur u. a. für die Neuausrichtung der „Salzburger Woche“ verantwortlich. Zehn Jahre später startete er beim „Salzburger Bauer“, wo er als Chefredakteur und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im Jahr 2010 in Pension ging. In dieser Zeit war er ständig bestrebt, den „Salzburger Bauer“ weiterzuentwickeln – auch in wirtschaftlichen Belangen. Unter seiner Leitung wurde die Werbeagentur der LK gegründet und die Grafikabteilung zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb ausgebaut. Standl ist auch der Vater des „BauernJournal“, einer Kooperation der neun Bundesländerzeitungen, die bis heute besteht.
In der Konzeption von Zeitungen hat Standl früh den Trend hin zum schnell erfassbaren visuellen Element erkannt. Für ihn ist es „Fernsehen auf Papier“, wenn mit Hilfe von vielen Bildern Printprodukte möglichst attraktiv gestaltet werden.
Offen für Neues zu sein, diesem Motto blieb Standl immer treu. 2008 und damit zwei Jahre vor der Pensionierung schloss er sein nebenberufliches Studium der Kommunikationswissenschaft mit dem Magistertitel ab.
In vielen Vereinen und Verbänden war und ist er engagiertes Mitglied – u. a. als Vizepräsident des Verbandes der Agrarjournalisten, als langjähriges Vorstandsmitglied beim Lionsclub „Salzach“, als Gründungspräsident der „Georg-Rendl-Gesellschaft“ oder als langjähriger Vizepräsident der „Stille-Nacht-Gesellschaft“. Von 2008 bis 2021 inszenierte er als Theaterdirektor die „Stille Nacht Historienspiele“ in Laufen, wo er selbst die Drehbücher dazu schrieb.
Josef Standl wurde für sein Wirken mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Salzburg und dem „Eduard Hartmann Preis“ des VAÖ. Das Redaktionsteam des „Salzburger Bauer“ wünscht seinem ehemaligen Chefredakteur alles Gute zum Geburtstag, Gesundheit und weiterhin viel Schaffenskraft.
Diesen Glückwünschen schließt sich der VAÖ gerne an.
Fotos: Standl privat, Michal
