Die 36. Forstweltmeisterschaft im Nachbarland Slowenien bescherte Österreich einmal mehr sensationelle Erfolge. Unter den besten Forstarbeiterinnen und Forstarbeitern der Welt errangen die Österreicherinnen und Österreicher 15 Medaillen, davon 5 in Gold, 4 in Silber und 6 in Bronze. Das Team Österreich bestand aus den Profis Markus Buchebner, Jürgen Erlacher und Michael Ramsbacher sowie Johannes Ertl, der in der Klasse U24 startete, und dem Frauenteam mit Carina Modl (Weltmeisterin 2024) und Lisa Panzenböck (Staatsmeisterin 2025).

Mannschaftsweltmeister mit Punkterekord
Mit 5.002 Punkten übertraf die österreichische Mannschaft als erste Mannschaft überhaupt die magische 5.000 Gesamtpunktezahl und erreichte damit die höchste Punktezahl, die jemals bei einer Forst-WM erzielt werden konnte. Damit kürten sich die Österreicher bereits zum siebten Mal zum besten Team einer Forstweltmeisterschaft. Die Weltmeister-Profimannschaft besteht aus Markus Buchebner (Steiermark) und den beiden Kärntnern Jürgen Erlacher und Michael Ramsbacher.

Profi-Weltmeister und U24-Weltmeister
Bei den Profi-Herren setzte sich Jürgen Erlacher (Kärnten) mit 1.686 Punkten vor dem Lokalmatador Robert Cuk (1.679 Punkte) an die absolute Spitze und wurde Einzelweltmeister über alle Disziplinen. Sensationell auch Johannes Ertl (Kärnten), der sich mit seiner Leistung im finalen Bewerb „Entasten“ sowohl zum Einzelweltmeister als auch zum U24-Weltmeister knapp vor dem Deutschen Luis Kobl kürte.
Weltrekord im Kettenwechseln bei den Damen
Auch die österreichischen Damen waren wieder eine Klasse für sich. Lisa Panzenböck verbesserte mit 10,69 Sekunden den Weltrekord in der Disziplin Kettenwechsel. Bisherige Weltrekordhalterin war die aus der Steiermark stammende Barbara Rinnhofer mit 12,01 sec. Die neue Weltmeisterin, Jahrgang 1999, ist Försterin bei den Österreichischen Bundesforsten.

In der Gesamtwertung der Frauen wurde erstmals die Japanerin Yui Moto mit 1.549 Punkten Gesamtweltmeisterin, knapp vor den beiden Österreicherinnen Carina Modl aus Fels am See in Kärnten (Vizeweltmeisterin mit 1.542 Punkten) und Lisa Panzenböck (1.538 Punkte). Mit Yui Muto kommt erstmals die beste Forstwettkämpferin der Welt aus Japan, wo sie als Superstar gefeiert wird.
„Die Leistungen unseres Teams beweisen, wie groß die Bedeutung unseres multifunktional bewirtschafteten Waldes in Österreich und wie weltmeisterlich die Qualität unserer Forstarbeit sind. Herzliche Gratulation allen Gewinnerinnen und Gewinnern“, zeigte sich LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger begeistert.

„Wir dürfen wieder unglaublich stolz auf unsere Athletinnen und Athleten und ihr großartiges Abschneiden bei dieser Forst-WM sein. Dieser außergewöhnliche Einsatz bringt unsere Forstwettkämpferinnen und Forstwettkämpfer seit vielen Jahren immer wieder an die Weltspitze und stellt unter Beweis, dass unsere Forstleute zu den allerbesten gehören. Dazu möchte ich herzlich gratulieren“, freut sich Andreas Freistetter, Präsident der Landarbeiterkammer Österreich.
„Das Erfolgsrezept für unsere spektakulären Erfolge auf diesem Gebiet ist in der exzellenten Ausbildung an unseren forstfachlichen Bildungsstätten zu finden. So konnten wir bei dieser WM wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass die österreichischen Forstleute zu den besten der Welt gehören“, betonte Hubert Malin, Präsident des Forstwettkampfvereins Österreich (FWKVÖ), der das Österreich-Team vor Ort begleitet hat.

„Die Landjugend Österreich freut sich über diesen großartigen Erfolg, der einmal mehr zeigt, wie viel fachliches Können, Disziplin, Ausdauer und Leidenschaft in Österreichs Forstnachwuchs und in den heimischen Forstprofis stecken“, so Landjugend-Bundesleiterin Valentina Gutkas über den Forst WM-Erfolg.
Der nächste Bundesentscheid Forst und somit die erste Qualifikationsrunde für die WM 2028 finden am 17. Juli 2027 in Kärnten statt.
Weitere Infos unter: www.ialc.ch
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Fotos: SIDG d.o.o./Matej Povše, FWKVÖ