Der ORF hat die Jugend am Land entdeckt. ORF-Redakteurin Carina Schwab vom ORF Salzburg hat am 19. März 2026 unter dem Titel „Moderne Tradition“ diese Bewegung beleuchtet. Und auch ZIB Social media hat das Thema aufgegriffen.

 

 

Hier einige Zitate aus den beiden Publikationen:

Jung und traditionell, modern und heimatverbunden sind 2026 keine Widersprüche mehr: Gerade bei jungen Menschen ist das Interesse an Brauchtum und volkskulturellem Vereinsleben in den letzten Jahren stark gestiegen. Ein Grund dafür sei die Suche nach Sicherheit in krisenhaften Zeiten, sagen Experten.

Ob Bürgermusik, Volkstanzgruppe, Schützenkompanie oder Landjugend – Brauchtumsvereine boomen und erfreuen sich gerade bei jungen Menschen zunehmender Beliebtheit. Die Landjugend Österreich verzeichnete seit Ende der CoV-Pandemie einen stetigen Zulauf und zählte 2025 mehr als 100.000 Mitglieder. Brauchtum sei heute für viele junge Menschen wieder ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens, der Gemeinschaftsgedanke spiele eine große Rolle, sagte der Landesleiter der Landjugend Salzburg, Noah Fischer, im ORF-Gespräch.

Höchststand bei Mitgliedern und Bildungsstunden
2025 erreichte die Landjugend mit knapp 12.000 Bildungsstunden ihrer Mitglieder einen neuen Höchststand. Nach einem pandemiebedingten Einbruch 2021 – mit knapp 4.000 Bildungsstunden – sei die Entwicklung seit 2022 klar positiv, hieß es von der Landjugend Österreich in der Jahresbilanz 2025 vor wenigen Wochen. Bereits 2023 und 2024 seien die Werte wieder deutlich über dem Vorkrisenniveau gelegen, 2025 markierte nun einen neuen Rekord.

 

 

Sicherheit „in einer Welt ohne Grenzen“
Das gesteigerte Interesse junger Menschen an Bräuchen und Traditionen basiert für die Soziologin Rosemarie Fuchshofer vor allem auf dem Wunsch nach Sicherheit. „In einer Welt ohne Grenzen und einer Welt der ständigen Konsumier- und Verfügbarkeit tut es vielen unheimlich gut und ist für viele wichtig, irgendwo dazuzugehören, sichtbar zu sein und gekannt zu werden.“

Trend auch eine Generationenfrage?
Dass auch wieder andere Zeiten kommen werden, ist sich Erziehungswissenschaftler Gniewosz sicher. „Man darf nicht vergessen bzw. unterschätzen: Junge Menschen suchen sich meist etwas, um sich von ihren Eltern und deren Werten zu distanzieren. Das sind immer Wellenbewegungen. Vor ein paar Jahrzehnten waren diese traditionellen Werte stark verpönt – denken wir nur an die ‚68er-Bewegung‘. Heute sehen wir anhand der Daten, dass der Zulauf zu Tradition und Brauchtum wieder größer wird. Für mich als Wissenschaftler hat das wie gesagt auch stark etwas mit einer Abgrenzung zur Elterngeneration zu tun“, so Gniewosz. Schaffe man den Schritt zu einer gelebten Vielfalt, Öffnung und toleranten Brauchtumspflege hin, werde das Traditionen und Bräuche aber nachhaltig positiv beeinflussen, sind sich die Experten einig.

ZIB Social Media: Facebook
Auch der ZIB Social Media Facebook Account des ORF berichtete über das Thema. Hier ein Auszug: https://www.facebook.com/ZeitimBild/posts/jung-und-traditionell-die-landjugend-%C3%B6sterreich-hat-einen-h%C3%B6chststand-an-mitglie/1346083687567180/

 

 

Jung und traditionell: Die Landjugend Österreich hat einen Höchststand an Mitgliedern – mit über 101.000 Menschen. Das berichtet news.orf.at. Brauchtum sei heute für viele junge Menschen wieder ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens, der Gemeinschaftsgedanke spiele eine große Rolle. Das sagte der Landesleiter der Landjugend Salzburg, Noah Fischer. (IO)

 

Fotos: ORF, Landjugend