Der belgische Verband der Agrar- und Gartenbaujournalisten (BVLJ-ABJA) verlieh seinem langjährigen Mitglied Jef Verhaeren erstmals den Lifetime Achievement Award. Mit dem Preis wird sein jahrzehntelanger Beitrag zum Agrarjournalismus in Belgien und ganz Europa gewürdigt. Jef Verhaeren, ein Freund Österreichs, ist auch den österreichischen Kolleginnen und Kollegen wohlbekannt, war er doch mehrfach zu internationalen Veranstaltungen in Österreich zu Gast. Das ENAJ-Management-Committee-Mitglied Melanie Epp berichtete über diese Ehrung.

Der Lifetime Achievement Award zeichnet Persönlichkeiten aus, deren Arbeit über die reine Berichterstattung hinausgeht und den Agrarjournalismus als Beruf stärkt und bereichert. Verhaeren wurde aufgrund seiner langjährigen Führungsrolle, seines organisatorischen Engagements und seines Einsatzes für journalistische Integrität als erster Preisträger des Verbandes ausgewählt.
Verhaeren blickt auf eine lange und erfolgreiche Karriere im Agrarsektor zurück. Er war neun Jahre lang Sprecher des belgischen Landwirtschaftsministers und arbeitet seit über zwei Jahrzehnten als freiberuflicher Agrarjournalist. In Belgien genießt er hohes Ansehen für seine langjährige Tätigkeit im Vorstand, wo er als Sekretär, Schatzmeister und Vorsitzender fungierte. Während seiner Vorstandszeit spielte er eine zentrale Rolle bei der Organisation von Veranstaltungen und Pressereisen sowie bei der Stärkung der Beziehungen zwischen Journalisten und wichtigen Akteuren der Branche.
Verhaerens Arbeit auf nationaler Ebene erstreckte sich naturgemäß auch auf die europäische Ebene, wo er die treibende Kraft hinter der Gründung und Entwicklung des Europäischen Netzwerks Agrarjournalisten (ENAJ) war. In enger Zusammenarbeit mit den Gründern des Netzwerks trug er maßgeblich zur Entwicklung der rechtlichen und organisatorischen Grundlagen bei.
„ENAJ ist Jefs ganzer Stolz – und das zu Recht“, sagte Melanie Epp, Schatzmeisterin des BVLJ-ABJA und Sekretärin von ENAJ. „Das Netzwerk ermöglicht es Agrarjournalisten, grenzüberschreitend voneinander zu lernen. Unter seinem Dach verstehen sie gemeinsame Herausforderungen und Chancen und berichten präziser und kontextbezogener für ihr Publikum im Heimatland. Das ist Jef zu verdanken.“
Die belgische Journalistenvereinigung hob hervor, dass Verhaerens Beiträge weit über die bloße Ausübung einer Funktion hinausgehen. Er zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, Ideen in tragfähige Strukturen umzusetzen, und durch sein Engagement für hohe professionelle Standards.
Der VAÖ gratuliert ganz herzlich seinem belgischen Kollegen.
Fotos: Jan Van Bevel
