Land- und Forstwirtschaftsminister Norbert Totschnig, LBG-Experte für Agrarökonomie Franz Fensl und Bio-Bäuerin Patrizia Engelhart-Getzinger stellten jüngst den gesetzlich verankerten Grünen Bericht 2025 vor.
Im Jahr 2024 entwickelten sich die Einkommen der land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit einem Zuwachs von 4 % wieder leicht positiv, nachdem sie 2023 ein Minus von 16 % verzeichnet hatten. Ein wesentlicher Beitrag dazu wurde 2024 mit dem von Land- und Forstwirtschaftsminister Norbert Totschnig initiierten Impulsprogramm für die Landwirtschaft geleistet, mit dem ab 2024 die ÖPUL-Prämien erhöht und die Ausgleichszahlungen für benachteiligte Gebiete gestärkt worden sind. Außerdem lässt sich der Einkommenszuwachs auf gestiegene Erzeugerpreise für Rinder, höhere Erträge aus der Direktvermarktung, dem Betrieb von Buschenschanken und Heurigen sowie gestiegenen Erträgen im Obstbau aufgrund von höheren Versicherungsentschädigungen zurückführen.
Negativ wirkten sich auf die Einkünfte niedrigere Erträge in der Forstwirtschaft aufgrund von einem geringeren Holzeinschlag und rückläufigen Holzpreisen, niedrigere Erzeugerpreise für Mastschweine und Zuckerrüben sowie höhere Abschreibungen vor allem für Maschinen und Geräte aus.
Im Durchschnitt wurde entsprechend den Daten von 1.905 freiwillig buchführenden Betrieben im Jahr 2024 ein Einkommen aus der Land- und Forstwirtschaft von rund 40.000 Euro je Betrieb erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Land- und Forstwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Die Inflationsabgeltung über das Impulsprogramm war ein wichtiger Beitrag zur Einkommenssicherung für unsere Bäuerinnen und Bauern. Sie erbringen mit ihrer täglichen, harten Arbeit eine essenzielle Leistung zur Sicherstellung unserer Ernährung und auch für die Wirtschaft, allen voran für den Tourismus, sowie für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt und Kulturlandschaft. Das Anlegen von Biodiversitätsflächen und die nachhaltige Produktion mit hohen Standards sind ein unverzichtbarer Beitrag zum Schutz von Natur, Umwelt und Klima.“
„Im mehrjährigen Vergleich sind die Entwicklungen sehr unterschiedlich, besonders die Einkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft unterliegen starken Schwankungen. Wesentlichster Faktor für die Ergebnisse von 2024 waren die höheren öffentlichen Gelder durch das Impulsprogramm für die Landwirtschaft, die gestiegenen Erzeugerpreise für Rinder sowie die höheren Erträge aus der Direktvermarktung“, so LBG-Experte für Agrarökonomie Franz Fensl.
Der Betrieb von Bio-Bäuerin Patrizia Engelhart-Getzinger wird bereits in 6. Generation und seit mehr als 30 Jahren biologisch geführt. Mit Acker- und Gemüsebau gibt es zwei starke Standbeine, die vielfältig vermarktet werden, von der Direktvermarktung über den Handel bis hin zur Gastronomie. „Seit vier Jahren nehmen wir am Grünen Bericht teil, und für mich ist das eine großartige Möglichkeit, unseren Betrieb anhand der eigenen Daten besser zu verstehen. Der Grüne Bericht ist für mich eine echte Unterstützung, um unseren Hof zukunftsfit weiterzuführen“, so Engelhart-Getzinger.
Grüner Bericht 2025 Download
Der Bericht ist hier abrufbar: https://www.bmluk.gv.at/service/publikationen/landwirtschaft/gruener-bericht-2025.html
Fotos: BMLUK/Hemerka

