„Mit Messer, Gabel und Hirn – Wege zu einem nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystem“, heißt die neueste Faktensammlung des Ökosozialen Forums. Sie zeigt, wie eng Ernährung, Landwirtschaft und globale Entwicklungen miteinander verflochten sind und welche Chancen und Risiken daraus entstehen.

 

 

Die Esskultur verlangt heute Vielfalt, Qualität und ethische Vertretbarkeit. Ernährung steht im Spannungsfeld von Klimakrise, Flächenverfügbarkeit und Gesundheit. Landwirtschaft soll nicht nur Kalorien liefern, sondern auch Ressourcen sparen, Umwelt und Tiere schützen, sich an Extremereignisse anpassen und Einkommen für Landwirtinnen und Landwirte sowie leistbare Lebensmittel für Konsumentinnen und Konsumenten sichern. Die Entwicklung brachte Effizienz, aber auch Probleme wie Treibhausgase, Antibiotikaresistenzen und neue Krankheiten. Zudem wurde das Ernährungssystem homogenisiert: wenige Hauptfrüchte wie Mais, Weizen, Reis und wenige Zuchtlinien dominieren. Die Vielfalt entsteht meist durch Verarbeitung, nicht durch die Ausgangsprodukte.

 

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Die neueste Faktensammlung des Ökosozialen Forums macht deutlich, dass eine nachhaltige Transformation an vielen Stellschrauben ansetzen muss – von der Ressourcenschonung in der Landwirtschaft über politische Rahmenbedingungen bis hin zu den Ernährungsgewohnheiten. Zudem werden aktuelle österreichische Forschungsprojekte vorgestellt, die Einblicke in die wissenschaftliche Praxis in Österreich geben.

 

Fotos: Ökosoziales Forum