Thomas Weber, Agrarjournalist, „Biorama“-Herausgeber und Buchautor, hat für die Vorarlberger „Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft“ unter dem Titel „Was wir tun, tun wir nicht für uns“ ein Interview mit dem Bauern und Älpler Martin Hager über die „Herausforderung Alpwirtschaft“ geführt.

Weber dazu: „Für mich war das das wahrscheinlich spannendste Interview, das ich bislang 2025 geführt habe. Es war ein Gespräch über den Alltag allein auf der Alm, das Familienleben vor, während und nach den Schulferien, den gemeinsam mit Gleichgesinnten gegründeten Kulturverein zur Erhaltung der hochalpinen Kulturlandschaft und letztlich darüber, wie sich Alpwirtschaft im 21. Jahrhundert durch aktive Hands-on-Stammkunden und digitale Direktvermarktung erhalten lassen könnte.“

Der Artikel startet so: „Bis die Ferien beginnen ist Martin Hager (42) allein auf der Alpe Haslach am Fuße des Hohen Freschen. Dort hütet er 130 Rinder von 14 Bauernhöfen, 17 davon aus dem eigenen Stall unten in Dornbirn. Auch um 28 Schafe, ein paar Ziegen und Schweine kümmert er sich hingebungsvoll. Nur an Wochenenden kommen seine Frau Ilse und die drei Kinder zu ihm hoch. Die Ferien verbringt – und arbeitet – die Familie dann gemeinsam im Hochgebirge. Für Ilse ist es der 41. Alpsommer. Seit den 50er Jahren wird die Alp in dritter Generation gepflegt. Und seit einigen Jahren muss das „Hobby Alpbetrieb“ aus dem Tal querfinanziert werden. Um die Kulturlandschaft zu erhalten, hat das Paar mit Gleichgesinnten einen Kulturverein gegründet. Ein Telefongespräch über schweißtreibende Kulturarbeit und Direktvermarktung, Kundenbindung und sinnstiftendes Workout beim Arbeitseinsatz auf der Alp.“
Hier der gesamte Text: https://www.kulturzeitschrift.at/kritiken/was-wir-tun-tun-wir-nicht-fuer-uns
Fotos: Ilse Hager, Martin Hager
