Am 9. November um 18.00 Uhr wird im Stadtkino Wien der Film „die WOLLE der MENSCH das SCHAF“ präsentiert werden. Der Regisseur Walter Aigner stellt sich dabei einer Diskussion mit Karin Altmann und Walter Lunzer von der Universität für angewandte Kunst Wien.

 

 

Über den Film
Im Herzen Europas verbirgt sich ein Paradox: Während über Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft gesprochen wird, wird mehr als die Hälfte der Wolle – einer der natürlichsten und vielseitigsten Rohstoffe – weggeworfen oder verbrannt.

Der Film „die WOLLE der MENSCH das SCHAF“ begleitet zwei traditionelle Schäfer in Transsilvanien durch ein ganzes Jahr. Ihr Alltag bildet den erzählerischen roten Faden, der 14 Interviews aus 11 Ländern miteinander verbindet. Schäfer, Wissenschaftler, Designer, Handwerker, Textilunternehmen und Marken erklären, wie aus einem wertvollen Material Abfall wurde, und zeigen, welches Potenzial noch immer in ihm steckt.

 

 

Schafe erhalten die Kulturlandschaften, fördern die Artenvielfalt und helfen, Erosion und Brände zu verhindern. Dennoch werden diese unverzichtbaren Leistungen kaum anerkannt, und viele Schäfer kämpfen ums Überleben.

Der Film zeigt, dass es keine wertlose Wolle gibt. Was fehlt, sind Wissen, Infrastruktur und regionale Wertschöpfungsketten. Wolle wieder wertzuschätzen bedeutet, nicht nur einen Rohstoff zu bewahren, sondern auch Landschaften, Schafrassen, Handwerk, Kulturen und eine nachhaltigere Form des Zusammenlebens mit der Natur.

 

 

Film & Gespräch: 9. November 18.00 Uhr
Film und Gespräch mit Karin Altmann und Walter Lunzer von der Universität für angewandte Kunst Wien und Regisseur Walter Aigner über „die WOLLE der MENSCH das SCHAF“:

Montag, 9. November 2026, 18:00 Uhr, Stadtkino Wien

 

Tickets hier: https://tickets.stadtkinowien.at/login/

 

Walter Aigner: Warum ich diesen Film gemacht habe
„Ich bin mit Wolle aufgewachsen. Noch vor meiner Geburt gründete mein Vater in Thüringen in Vorarlberg eine kleine Teppichfabrik. Später bat er mich, in das Unternehmen einzusteigen und es weiterzuführen. Fast 25 Jahre lang habe ich das mit großer Freude und viel Engagement getan. Der Geruch von Wolle weckt bis heute Erinnerungen in mir. 2021 brachte mich ein Anruf von Harald Krassnitzer dazu, mich erneut mit der europäischen Wolle zu beschäftigen. Ein Schäfer hatte ihm erzählt, dass er seine Wolle wegwerfe. Ich begann zu recherchieren und reiste durch Europa, um zu verstehen, wie ein so vielseitiger Rohstoff seinen Wert verlieren konnte. Dabei durfte ich das Filmemachen als Autodidakt lernen.

Ursprünglich wollte ich der Wolle etwas zurückgeben, die meiner Familie und mir so viel gegeben hat. Während der Dreharbeiten wurde daraus zugleich ein Dank an die Schäfer. Erst durch die Zeit mit ihnen wurde mir bewusst, wie viel ihre tägliche Arbeit für unsere Landschaften und unsere Gesellschaft bedeutet. In fünf Jahren entstand daraus mein erster Dokumentarfilm. Ich möchte Menschen ins Kino bringen, ihnen diese Zusammenhänge zeigen und anschließend mit ihnen darüber diskutieren, welche Zukunft wir der Wolle, der Schäferei und unseren Kulturlandschaften geben wollen.“

 

 

Filmdaten
Dokumentarfilm | Österreich | 2026, Laufzeit 64 Minuten 53 Sekunden

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=99BX6W5x5QA

 

Pressemappe: Die Wolle der Mensch das Schaf

 

Fotos: Walter Aigner