Die ENAJ lädt zu einem Symposium über Landwirtschaft und Medien in Brüssel. Voranmeldung ist notwendig. Das Europäische Netzwerk der Agrarjournalisten (ENAJ) veranstaltet sein zweites Symposium am 26. März 2026 im Europäischen Ausschuss der Regionen in Brüssel. Die Teilnahme ist auch online möglich.
Der Nachmittag widmet sich der Frage, wie Agrarjournalismus im politischen Umfeld Brüssels funktioniert und wie Informationen zwischen EU-Institutionen, Journalisten und anderen Akteuren fließen.
Nach einer Begrüßung durch Christophe Rouillon, Mitglied des Europäischen Ausschusses der Regionen, eröffnet das Programm mit einer Keynote von Julie Majerczak, Vertreterin von Reporter ohne Grenzen, bei den Europäischen Institutionen. Majerczak wird darauf eingehen, wie Entwicklungen wie der Europäische Medienfreiheitsgesetz, der Schutz von Whistleblowern und Anti-SLAPP-Maßnahmen das Arbeitsumfeld für Journalisten in Brüssel verändern.
Anschließend präsentiert Katharina Seuser von der Universität Bonn, Forschungsergebnisse zur Berichterstattung von Agrarjournalisten über Innovation und Technologie. Sie gibt Einblicke in Framing, professionelle Praxis und Herausforderungen bei der Bearbeitung komplexer Themen.
Im Anschluss finden zwei Podiumsdiskussionen statt.
Panel 1: Berichterstattung über Landwirtschaft innerhalb der Brüsseler Blase bringt die freiberufliche Journalistin Natasha Foote und Alice Bergoënd von Euractiv zusammen, um die alltäglichen Herausforderungen bei der Informationsbeschaffung, die Navigation durch institutionelle Prozesse und das Gleichgewicht zwischen Schnelligkeit, Genauigkeit und Verantwortung unter Zeitdruck zu diskutieren.
Panel 2: Leaks, Fehlinformationen und Vertrauen in der Agrarkommunikation – mit Benoit Cassart, MdEP und Mitglied der Intergruppe für nachhaltige Tierhaltung, Jean-Baptiste Boucher von Copa-Cogeca, Diego Canga Fano von der GD AGRI und einem Brüsseler Medienredakteur (wird noch bekannt gegeben). Die Diskussion beleuchtet Kommunikationsstrategien in einem polarisierten Umfeld, die Auswirkungen von Leaks und inoffiziellen Veröffentlichungen sowie die Frage, wie Institutionen, Interessengruppen und Medienorganisationen die Verantwortung teilen, wenn irreführende oder unvollständige Darstellungen an Bedeutung gewinnen.
Das Symposium schließt mit einem Vortrag von Claire McCormack vom University College Dublin. Sie wird die wichtigsten Ergebnisse ihrer Doktorarbeit zu langfristigen Trends in der Agrarberichterstattung und deren Auswirkungen auf das öffentliche Verständnis und journalistische Standards vorstellen.
Die Teilnahme steht allen Agrarjournalisten der nationalen ENAJ-Verbände, also auch allen VAÖ-Mitgliedern, in Brüssel ansässigen Journalisten mit Schwerpunkt EU-Politik sowie politischen Entscheidungsträgern, Forschern und anderen Akteuren mit Interesse an Agrarkommunikation offen.
Das endgültige Programm wird den angemeldeten Teilnehmern zeitnah vor dem Termin zugesandt.
Eine Voranmeldung ist erforderlich: https://lnkd.in/eaq8eegW
LinkedIn: https://tinyurl.com/3yr6fwkx
Facebook: https://www.facebook.com/ENAJournalists/
Fotos: ENAJ, Europäische Union

