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Junger VAÖ: „Hat konventioneller Pflanzenschutz ausgedient?“

Glyphosat, Neonics und Fungizide. Bei vielen bisher selbstverständlich eingesetzten Wirkstoffen und Pflanzenschutzmitteln ist die weitere Zukunft ungewiss. Zugleich stellen auch flächenstarke Ackerbaubetriebe vermehrt auf biologische Bewirtschaftung um.

Wird der Konsument konventionelle Produktionsweisen künftig noch akzeptieren? Stehen wir an der Schwelle zu einer Komplettumstellung des Pflanzenschutzes? Und ist es überhaupt möglich, damit die Versorgungssicherheit zu gewährleisten? Diesen Fragen gingen Österreichs Nachwuchs-Agrarjournalisten beim letzten Netzwerktreffen des Jungen VAÖ am 13. April 2018 nach.

Diesmal führte die Reise in das sanfte Hügelland des Weinviertels, der nordöstlichsten Ecke Österreichs. Eine Führung durch die bekannteste Kellergasse von Poysdorf machte die jungen Kolleginnen und Kollegen mit der hiesigen bäuerlichen Kultur vertraut. Um das Hintergrundwissen für die abendliche Diskussionsveranstaltung aufzufrischen, besichtigten die vierzehn Teilnehmer zwei landwirtschaftliche Betriebe: einen Bio-Ackerbauern, der weit über 100 verschiedene Pflanzenarten kultiviert und dabei völlig ohne Pflanzenschutz auskommt. Und einen konventionellen Winzer, der sich nicht nur mit Süßweinen international einen Namen gemacht hat und in seinen Weingärten vermehrt auf Kompost setzt.

Die unterschiedlichen Standpunkte zur Frage „Hat der konventionelle Pflanzenschutz ausgedient?“ diskutierten am Abend Christian Stockmar, Obmann IG Pflanzenschutz und Otto Gasselich, Obmann Bio Austria NÖ/Wien zusammen mit den Jungjournalisten sowie den besuchten Betriebsleitern – wie es sich für das Weinviertel gehört, in einem typischen Heurigenlokal bei einer zünftigen Brettljause und dem einen oder anderen Gläschen Wein…

Der Junge VAÖ bedankt sich herzlich bei den Landwirten und den Experten für Ihre Teilnahme und beim VAÖ für die Kostenübernahme der Kellergassenführung.

 Lukas Weninger, LANDWIRT-Redaktion

Fotovermerk: Jürgen Pistracher





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